Bänderzerrung / Bänderriss

Bänder sorgen für die nötige Stabilität und bestimmen auch die Beweglichkeit der Gelenke. Abrupte Bewegungen, die über den normalen Radius hinausgehen, führen oft zu Zerrungen (Verstauchungen) oder Rissen der Bindegewebsstränge.

Am häufigsten tritt diese Verletzung an Knie- und Sprung- oder Handgelenk auf. Aber auch jedes andere Gelenk kann betroffen sein - wie etwa die Fingergelenke bei Ballsportarten. Bleiben Dehnungen oder Risse unbehandelt, können dauerhafte Instabilitäten und dadurch chronische Fehlbelastungen entstehen. Diese beschleunigen Verschleißprozesse im Gelenk.

Darstellung eines Bänderrisses

Symptome

Bänderdehnungen oder -risse gehen meist mit akut auftretenden Schmerzen einher. An den betroffenen Gelenken zeigen sich Schwellungen und oft auch Blutergüsse. Im Verlauf bestehen Beschwerden vor allem unter Belastung und bei Bewegungen.

Therapie

Die Therapiewahl hängt zum einen vom Schweregrad der Verletzung, zum anderen von den gewünschten sportlichen Aktivitäten des Patienten ab. Durch konservative Therapien wie vorübergehende Ruhigstellung, unterstützt durch spezielle Bandagen und gezielte Physiotherapie, lässt sich in vielen Fällen auch bei Bänderrissen eine Gelenkstabilisierung mithilfe der Muskulatur erreichen und die Verletzung zur Ausheilung bringen.

Bei sportlich sehr aktiven Patienten reicht diese aktive Stabilisierung jedoch oft nicht aus, sodass operative Verfahren wie Bandnähte oder Bandersatz aus Eigengewebe, zumeist in Form arthroskopischer Operationen, zum Einsatz kommen.