Beinachsenfehler

Nur die richtige Stellung der Gelenke zueinander ermöglicht es, dass wir uns optimal bewegen und im besten Fall ein Leben lang gut laufen können. Jedoch treten bei vielen Menschen Veränderungen der Beinachsen wie O- und X-Beine auf, die durch Skeletterkrankungen, Rachitis, Stoffwechsel- und Hormonstörungen, Übergewicht, aber auch als Folge von Verletzungen oder einer Bänderschwäche entstehen können.

Die dadurch bedingten Fehlstellungen der Gelenke können das Hüft-, das Knie- und das Sprunggelenk betreffen. Sie führen zu einer ungleichmäßigen Belastung der Gelenkflächen und können vielfältige chronische Gelenkschmerzen und -probleme bis hin zu Knorpelschäden und zu vorzeitigem Verschleiß (Arthrose) verursachen.

Eingehende Untersuchungen helfen, eine genaue Diagnose zu stellen und damit eine frühzeitige Korrektur zu ermöglichen.

Darstellung von Beinachsenfehlern

Symptome

Vordergründig scheint es sich bei Beinachsenfehlern nur um ein kosmetisches Problem zu handeln. Häufig sind aber unbestimmte Muskelschmerzen oder Knochenschmerzen vorhanden. Als Folge einer eintretenden Abnutzung treten später Schmerzen in dem fehlbelasteten Gelenk auf. Bei bereits vorhandener Arthrose sind die typischen Beschwerden vorhanden.

Therapie

Bei einer geringen Abweichung helfen orthopädische Schuheinlagen und / oder Schuhsohlenkorrekturen, die Gelenkbelastung zu verbessern. Nach Beendigung der Wachstumsphase kann bei stärkerer Fehlstellung auch eine operative Korrektur (Osteotomie) infrage kommen, die auch bei bereits eingetretener Arthrose häufig noch langfristig eine gute Gelenkfunktion ermöglicht.

Liegt eine fortgeschrittene Arthrose vor, kann eine Versteifung des Gelenkes (Arthrodese), zum Beispiel am Großzehengelenk, oder ein Gelenkersatz wie Hüft- oder Kniegelenksprothese die schmerzfreie Funktion des Gelenkes gewährleisten. Neue Operationsverfahren erlauben die volle Belastbarkeit gleich nach der Operation.