Rheumatische Erkrankungen

Unter dem Sammelbegriff Rheuma werden unterschiedliche schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates zusammengefasst. Im engeren Sinne bezeichnet Rheuma durch Gelenkentzündungen hervorgerufene chronische Erkrankungen mehrerer Gelenke - sogenanntes Entzündungsrheuma oder umgangssprachlich Gelenkrheuma.

Dazu gehören rheumatoide Arthritis, Schuppenflechtenarthritis und Morbus Bechterew. Aber auch entzündliche Gelenkerkrankungen anderen Ursprungs sowie Gelenkverschleiß (Arthrose) werden häufig unter dem Oberbegriff Rheuma eingeordnet.

Da die meisten Symptome auch auf andere Erkrankungen hindeuten können, tragen Betroffene die Krankheit oftmals schon längere Zeit in sich, bevor die richtige Diagnose gestellt wird. Die chronische Entzündung führt langfristig zu Knorpelschäden und damit zur Arthrose.

Symptome

Als erste Symptome zeigen sich gewöhnlich nächtliche und morgendliche Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit, Gelenkschwellungen, Müdigkeit und Erschöpfung. Im fortgeschrittenen Stadium treten meist starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sowie Gelenkverformungen auf, die sich auf den Alltag der Betroffenen erheblich auswirken.

Therapie

Im frühen Stadium setzt sich die Rheumabehandlung meist aus konservativen Therapien wie Krankengymnastik, Kälte- und Wärmeanwendungen sowie medikamentöser und physikalischer Therapie zusammen. In einigen Fällen werden operative Maßnahmen wie die Entfernung der entzündeten Gelenkinnenhaut (Synovektomie) notwendig, die oftmals mittels arthroskopischer Operation stattfinden.

Im fortgeschrittenen Stadium kommen operative Gelenkversteifungen und Gelenkersatzoperationen wie Hüft- und Kniegelenksprothesen infrage. Dabei zielen alle Operationen darauf ab, dem Patienten eine möglichst schmerzfreie Bewältigung seines Alltags zu ermöglichen.