Shunt

Shunts dienen als Ventile, die dafür sorgen, dass überschüssige Gehirnflüssigkeit - sogenannter Liquor - aus dem Schädelhirninneren abgeführt wird. Zum Einsatz kommt diese Therapie etwa bei Patienten mit Wasserkopf (Hydrocephalus) oder erhöhtem Hirndruck, der beispielsweise als Folge von Tumoren auftritt. Auch bei der subarachnoidale Blutung von Aneurysmen ist die Liquorzirkulation gestört.

Bei der Behandlung implantieren wir unter Vollnarkose ein flexibles, dünnes Schlauchsystem, das von der Hirnkammer in den Bauchraum oder in eine Vene am Halsbereich führt. Ein Ventil regelt die individuelle Menge an Liquor, die durch den Shunt fließt.

Diese Operation lässt sich minimalinvasiv durchführen, sodass wir nur wenige kleine Schnitte benötigen. Ziel der Behandlung ist es, dass die Gehirnflüssigkeit dorthin geführt wird, wo der Körper sie auf natürlichem Wege aufnimmt. Somit wird der Druck im Kopf gemindert. In einigen Fällen kann das Shuntsystem nach einer gewissen Zeit wieder entfernt werden.

 

Behandlungsdetails

Behandlungsdauer: 1 Stunde
Klinikaufenthalt: 5 Tage
Schonzeit: 2 Wochen
Arbeitsunfähigkeit: 4 Wochen