Morton Neuralgie

Engpasssyndrom eines Endfußnerves (n. digitalis plantaris communis) zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen oft durch knotenartige Verdickung der Nerven oder einer Sehne (ligamentum metatarsale transversum profundum), wodurch es zu Schmerzen in der Höhe der Zehngrundgelenke kommt, strahlen zu den Zehen aus. Morton Syndrom stellt etwa 3 % aller Mittelfußschmerzzustände dar.

Symptome

Brennende schmerzhafte Missempfindungen am Fußsohlenende mit Ausstrahlung in die Zehen, oft aber nicht immer zwischen dritten und vierten Zeh. In schweren Fällen können Patienten kaum auftreten. Beim Druck in diesem Bereich verstärken sich die Beschwerden. Patienten spüren die Verdickung wie eine Erbse im Schuh.

Mögliche Ursachen: häufige Verletzungen, Fußdeformitäten, Entzündungen, Übergewicht, enge oder hohe Schuhen Überbelastung , Fehlstellung, Verstauchung, Brüche, Langstreckenlaufen,  u. a.

Therapie

Tarsal-Tunnel-Syndrom: In leichte Fällen reicht die Einnahme von schmerz- bzw. entzündungshemmenden Mitteln, Injektionen unter anderem mit Kortisonpräparate (schmerzhaft!), Ruhigstellung und Physiotherapie aus.

Dauern die Beschwerden länger als 6 Wochen, oder handelt es sich um unerträgliche Beschwerden dann ist eine operative Dekompression notwendig. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose unter stationären Bedingungen. Ein kleiner Hautschnitt am Fußsohlenende reicht aus, um den Nerv darzustellen und mehr Platz zu schaffen durch die Spaltung des verdickten Bandes. Sichere Ergebnisse erzielt man durch die Entfernung des "Nervenknotens".

Postoperativ ist eine Schonzeit von 2-4 Wochen zu empfehlen. Danach sollte mit physiotherapeutischen Maßnahmen begonnen werden.