Bandscheibenzüchtung

Bereits in jungen Jahren beginnt der Verschleißprozess: Bandscheiben verlieren die Fähigkeit, Wasser im Gewebe zu halten, und büßen dadurch ihre Höhe ein. Deshalb dämpfen sie die Reibung zwischen den Wirbeln nicht mehr.

Die Folge sind Bandscheibenvorfälle mit unerträglichen Schmerzen oder Instabilität der Wirbelsäule. Mithilfe des Verfahrens der Bandscheibenzelltransplantation (ADCT) kann jetzt erstmals das Volumen der Bandscheiben erhalten und ihre Elastizität wiederhergestellt werden durch eine biologische Erneuerung des Bandscheibengewebes.

Somit behandeln wir die tatsächliche Ursache und nicht nur die akuten Symptome. Als erste Klinik weltweit wenden wir die Methode auch an der Halswirbelsäule an.

Behandlungsdetails

Behandlungsdauer: unter 30 Minuten
Klinikaufenthalt: 3 – 4 Tage
Arbeitsunfähigkeit: 2 Wochen
Autofahren: nach 2 Wochen
Sport: nach 4 Wochen

Behandlungsverlauf

Unter örtlicher Betäubung und Bildwandler Kontrolle (C-Bogen) entnehmen wir Bandscheibengewebe aus der Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) im Rahmen einer perkutanen Nukleotomie und eine Blutprobe. Ist ohnehin ein mikrochirurgischer Eingriff zur Entfernung eines Bandscheibenvorfalls geplant, führen wir die Entnahme während dieser OP durch.

In einem Speziallabor isolieren Experten unter höchsten Sicherheitsstandards gesunde Zellen aus dem entnommenen Gewebe und vermehren diese unter bestimmten Bedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Druck, Sauerstoffzufuhr) in einem Inkubator. Unter diesen Bedingungen vermehren sich die Zellen in Millionen.

Bereits einige Wochen später führen wir in Lokalanästhesie die neu gezüchteten Zellen in den Bandscheibenkern ein. Dadurch nehmen diese schon nach kurzer Zeit ihre natürliche Stoßdämpferfunktion wieder wahr. Da wir ausschließlich Ihre körpereigenen Zellen verwenden, treten keine allergischen Abstoßungsreaktionen auf.

Die seit mehr als 10 Jahre anerkannte Methode ist Bestandteil der ICPM: Internationale Klassifikation der in BRD anerkannten Behandlungstherapien.