Perkutane Nukleotomie

Zu den minimalinvasiven Behandlungsmethoden gehörend, eignet sich die perkutane Nukleotomie in erster Linie zur Behebung von Bandscheibenvorwölbungen und leichten bis mittleren Bandscheibenvorfällen. Dabei beseitigt die perkutane Nukleotomie die Ursache der Schmerzen ohne das umgebende Gewebe unnötig zu verletzen.

Perkutane Nukleotomie

Behandlungsdetails

Behandlungsdauer: ca. 30 Minuten
Klinikaufenthalt: 3 – 4 Tage
Arbeitsunfähigkeit: 2 – 4 Wochen
Sport: direkt nach der Entlassung: Schwimmen
nach 6 – 10 Wochen: Golf
nach 3 – 4 Wochen: Fahrradfahren
LWS-Bandage: 3 – 4 Wochen tragen

Behandlungsverlauf

Unter örtlicher Betäubung nehmen wir lediglich einen Stich an den betreffenden Bandscheiben vor. Durch eine einen Millimeter dünne Hohlnadel führen wir eine feine, sich drehende Spiralnadel. Diese entfernt anschließend die Gewebeteile, die zwischen den Wirbeln herausragen und auf Nerven vom Rückenmark drücken. Über einen Bildschirm erfolgt ständig eine Überwachung der präzisen Lage der Nadel. Manchmal benutzen wir eine spezielle Zange zur Entlastung.

Da die Methode keine umliegenden Strukturen - weder Knochen noch Bänder oder Rückenmarkskanal - verletzt, besteht nach der Behandlung kaum Vernarbungsrisiko. Für die Patienten besteht zudem der Vorteil in einer kurzen Rehabilitationszeit. Die perkutane Nukleotomie kann unter endoskopischer Sicht durchgeführt werden.