Schmerzen nach Operation

Jeder Patient empfindet Schmerzen anders. Unabhängig davon, ob Ärzte minimalinvasive, mikrochirurgische oder offene Verfahren anwenden, kann es zu Schmerzen nach der Operation kommen. Dabei gilt jedoch der Grundsatz: Je weniger umliegendes Gewebe Ärzte verletzen, desto schneller verläuft der Wundheilungsprozess und desto weniger Beschwerden treten auf. Aus diesem Grund versuchen wir weitestgehend minimalinvasiv zu behandeln und führen offene Operationen nur dann durch, wenn es die Bedingungen erfordern.

Neben den gewöhnlichen Schmerzen während des Heilungsprozesses kommt es manchmal nach offenen Operationen zu chronischen Schmerzen. Die Schmerzen strahlen manchmal in Arme oder Beine aus, auch dann, wenn die Operation anatomisch erfolgreich war. Folgende Gründe kommen in Betracht: Entwicklung eines Schmerzgedächtnisses beziehungsweise Chronifizierung des Schmerzes, wenn Patienten zu lange warten, unadäquate postoperative Betreuung, psychosoziale Probleme, Verwachsungen und Ähnliches. Bei einigen Patienten treten diese Symptome erst Monate bis Jahre nach der Behandlung auf.

Symptome

Die Symptome hängen ganz von Ihrer individuellen Situation und Ihrem Empfinden ab. Patienten klagen über diffuse oder lokalisierte Rückenschmerzen mit oder ohne Ausstrahlung in die Beine bzw. in die Arme.

Therapie

Die üblichen postoperativen Schmerzen werden medikamentös behandelt. Zur Linderung von chronischen Schmerzen kommen in unserer Klinik unter anderem minimalinvasive Verfahren wie die Rückenmarkstimulation (Schmerzschrittmacher) und die Vereisung zum Einsatz.

Bei einer Nerveneinklemmung durch Vernarbung beginnen wir die Behandlung zunächst mit konservativen Therapien. Erst wenn diese keine ausreichende Wirkung zeigen, kommen andere, minimalinvasive Methoden zum Einsatz. Als Schmerztherapie und ursächliche Behandlung zugleich wirkt die Epidurale Infiltration (EpIn).

Zur Schrumpfung des störenden Gewebes setzen wir die Perkutane Laserdiskusdekompression (PLDD) oder die perkutane Nukleotomie ein. Bei starker Nerveneinengung wird die Mikrochirurgie eingesetzt.