Tumore


Wirbelsäulentumor

Tumore können im oder am gesamten Körper auftreten, auch an der Wirbelsäule, insbesondere im Spinalkanal. Wichtig: Eine entsprechende Diagnose ist nicht sofort mit Krebs gleichzusetzen. Wir bezeichnen zunächst alle Wucherungen und Geschwülste als Tumor, erst dann erfolgt eine grundsätzliche Unterscheidung in gutartige Tumore (Meningeome, Neurinome), bösartige Tumore und

bösartige Metastasen (Absiedlungen von Tumoren aus anderen Körperregionen). Bei letzteren handelt es sich meist um Metastasen von Brustkrebs (Mammakarzinom), Vorsteherdrüsenkrebs (Prostatakarzinom), Lungenkrebs (Bronchialkarzinom), Nierenkrebs oder Lymphdrüsenkrebs (Lymphom).

In einer individuellen und genauen Untersuchung klären wir ab, welche Art bei Ihnen vorliegt, und leiten entsprechende Behandlungsschritte ein.

Die Wirbelsäule ist der häufigste Ort von Skelettmetastasen (rund 2/3 aller Knochentumore). Diese sind zumeist in der Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule lokalisiert. Zusätzlich finden sich primäre Tumoren der Wirbelsäule wie das Plasmozytom, aber auch gutartige Neubildungen wie das Hämangiom oder Knochenzysten.

Ein Tumor an der Wirbelsäule wird an Hand seiner anatomischen Lage eingeteilt in Tumore, die außerhalb der Rückenmarkshäute liegen (90 Prozent) und Tumore, die innerhalb der Rückenmarkshäute, aber außerhalb des Rückenmarks liegen (9 Prozent). Sehr selten tritt mit 1 Prozent ein Tumor auf, der direkt im Rückenmark liegt.


Symptome eines Wirbelsäulentumors

Leider können wir einen Wirblsäulentumor nicht anhand von spezifischen Symptomen erkennen. Unabhängig von Gut- oder Bösartigkeit engen die Wucherungen oft den Raum der Nervenfasern ein und üben Druck auf diese aus. Schmerzen, die teilweise bis ins Bein ausstrahlen, Taubheit und Störungen der Blasenfunktion zählen zu den möglichen Auswirkungen. In über 80% der Fälle treten Schmerzen direkt im betroffenen Wirbelsäulenabschnitt auf. Fast 50 Prozent der Patienten berichten von einer Schwäche der Extremitäten oder Gangstörungen (Ataxie).

Einige Tumore sorgen für eine allmähliche Zerstörung des betroffenen Wirbels. Dies mindert die Stabilität der Wirbelsäule und die Gefahr von Brüchen steigt.


Gutartige Tumore der Wirbelsäule und ihre Symptome

Gutartige Tumore wachsen meist langsam und sind oft ein Zufallsbefund im Rahmen einer Untersuchung. Doch auch ein gutartiger Tumor fordert Raum, zerstört möglicherweise Strukturen und kann eine entsprechende Symptomatik verursachen.

Allgemeine Symptome können Schmerzen der Knochenhaut, Lokaler Druck- oder Klopfschmerz, Ruheschmerz ohne Belastung, Dauerschmerz, Schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule, Neurologische Störungen bis zu Störungen der Blasen- und Mastdarmfunktion und eine Instabilität der Wirbelsäule sein.


Bösartige (maligne) Tumore der Wirbelsäule und ihre Symptome

Wird der Tumor als bösartig (maligne) klassifiziert, muss die optimale, individuelle Behandlungsstrategie für den Patienten gefunden werden. Neben der Symptomatik, die durch die Raumforderung des Tumors entsteht, gibt es hierbei noch weitere Symptome, wie zum Beispiel Fieber, Lymphknotenvergrößerungen, Gewichtsabnahme, Nachtschweiß und Abgeschlagenheit.


Diagnose des Wirbelsäulentumor

Ein international standardisiertes System, das Grading-System (TNM), sorgt für eine konsequente Klassifizierung des Tumors nach Größe, Lymphknotenbefall und möglichen Metastasen. Diese Klassifizierung ist die Grundlage für eine optimal erfolgreiche Behandlungsstrategie.

Die ausführliche Diagnostik beginnt mit der Anamnese (Befragung des Patienten) und neurologischen Untersuchungen. Es folgen je nach Bedarf Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und nuklearmedizinische Untersuchungsverfahren. Myelographie, Angiographie, Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) und Labordiagnostik sind weitere wichtige Diagnostika, um eine individuelle Therapie einzuleiten und höchste Behandlungsqualität zu garantieren. Blutuntersuchungen sind dabei aber nur in Ausnahmefällen bei der Diagnostik hilfreich und dienen vor allem dazu, andere Erkrankungen auszuschließen bzw. in der Nachsorge eventuelle Rückfälle zu bemerken.

Schwierig ist die Differentialdiagnose bei Tumoren der Wirbelsäule vor allem dann, wenn es zu einem Wirbelbruch gekommen ist. Dieser kann im Zweifelsfall von Infektionen, traumatisch oder auch durch verschiedene Erkrankungen mit nachfolgender Knochenarmut (Osteopenie) verursacht sein. Weiterhin ist durch die bildgebende Diagnostik eine genaue Aussage über die Tumorherkunft und Gut- bzw. Bösartigkeit häufig nur eingeschränkt möglich. Daher ist im Zweifelsfall immer eine Probenentnahme aus dem Tumor notwendig, um die weitere Therapie festzulegen.


Therapie / Operative Therapie des Wirbelsäulentumor

Eine konservative Therapie ist bei Tumoren nur eingeschränkt sinnvoll. Dabei spielen der Allgemeinzustand, Alter, Tumorart und Tumorgröße eine Rolle. Bei höherem Lebensalter und kleinen Tumoren, die keine Beschwerden machen, kann auch abgewartet werden. Durch regelmäßige Verlaufskontrollen kann das Tumorwachstum beurteilt werden und entschieden werden, wann eine Operation sinnvoll ist.

Insgesamt sollte jedoch auch ein gutartiger Wirbelsäulentumor entfernt werden, da er durch seine Raumforderung benachbarte Areale beeinträchtigt und Nerven oder andere empfindliche Strukturen einengen kann. Da es sich bei Tumoren nicht um ein klar abgrenzbares Krankheitsbild handelt, erfordern sie in der Regel eine interdisziplinäre Behandlung durch Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen. Je nach Art, Lage und Größe des Tumors ist eine verschiedene operative Entfernung notwendig.

Die Anatomie der Wirbelsäule mit ihrem empfindlichen Rückenmark und den Spinalnerven setzen der radikalen Entfernung eines Tumors Grenzen. Liegt der Tumor ungünstig, kann er nur zum Teil entfernt werden. Jedoch erzielt eine Operation durch Verringerung der Tumormasse immer eine verbesserte Lebensqualität des Betroffenen.

Mithilfe der Mikrochirurgie können gutartige Tumore meist endgültig beseitigt werden, vor allem wenn sie frühzeitig entdeckt werden. Bei einer einhergehenden Zerstörung der Wirbelgelenke kommen weitere Verfahren wie die Spondylodese zum Einsatz, um die Stabilität wiederherzustellen. Dabei wird mit einem spinalen Fixierungssystem aus Schrauben und Stäben gearbeitet. So sind in den letzten Jahren schonende, muskulaturerhaltende („perkutane“) Eingriffe von hinten entwickelt worden, um bei tumorbedingten Instabilitäten eine schnelle Rehabilitation und Mobilisation des Patienten zu ermöglichen. Sind begleitend eine Entfernung des Wirbelkörpers und der Ersatz durch einen „Kunstwirbelkörper“ aus Titan notwendig, gibt es auch hier modernste operative Möglichkeiten durch die Brustkorbspiegelung („Thorakoskopie“) und Schlüsselloch-Zugänge am Bauch.Dies reduziert Beschwerden nach der OP und ermöglicht eine schnellere Wiederaufnahme des täglichen Lebens.

Während gutartige Tumore der hinteren Wirbelsäulenanteile zum Teil nur operativ entfernt werden müssen (z. B. Osteoblastom), ist bei Metastasen mit Befall mehrerer Wirbelkörper häufig eine anschließende Strahlentherapie oder Chemotherapie notwendig.

Regelmäßige Nachkontrolle in halbjährlichem, später jährlichem Abstand sichert die Stabilität und den Heilerfolg des Patienten und ermöglicht bei erneutem Tumorwachstum ein rasches Eingreifen.


Prognose eines Tumor der Wirbelsäule

Die Prognose gutartiger Tumoren ist im Regelfalle bei rechtzeitiger Diagnosestellung und zügiger operativer Entfernung gut, so dass eine Heilung des Patienten wahrscheinlich und die Lebenserwartung normal ist.


Unsere Empfehlung bei Wirbelsäulentumor

Suchen Sie mit extremen und lokal sitzenden Rückenschmerzen unbedingt einen Facharzt auf. Dies sollte immer ein Wirbelsäulen-Spezialist, ein Neurochirurg oder Orthopäde sein. Auch dann, wenn es nicht um einen Wirbelsäulentumor geht. Es gibt sehr viele verschiedene Arten der Behandlungen. In der Avicenna Privatklinik Berlin erstellt der Arzt für jedes Krankheitsbild und jeden Patienten eine individuelle Therapie. Nur so kann gewährleistet werden, dass Sie nach der Behandlung eines Wirbelsäulentumors oder anderer Beschwerden wieder schnell gesund werden und schmerzfreie Bewegungsabläufe haben.

Nach einer Behandlung oder Operation an der Wirbelsäule müssen Sie sich als Patient langfristig ein rückengerechtes Verhalten in Alltag und Freizeit zulegen und ihre Muskulatur stärken. Damit der Erfolg von Dauer ist!

Avicenna Klinik Berlin hilft Ihnen gern weiter

Seit dem Jahr 2000 hat die Avicenna Klinik ihren Sitz in Berlin. Unsere Ärzte haben auf ihrem jeweiligen Gebiet (Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Anästhesie, Orthopädie) jeder mindestens 25 Jahre internationale Erfahrung.

Falls Sie sich mit starken Rückenschmerzen und /oder Schmerzen in der Halswirbelsäule, einer Spinalkanalstenose oder dem Verdacht auf eine solche in unserer Klinik vorstellen möchten, nutzen Sie folgenden Kontakt:

Avicenna Klinik
Paulsborner Str. 2
10709 Berlin

Telefon: +49 30 236 08 30
Fax: +49 30 236 08 33 11
E-Mail: info@avicenna-klinik.de

Sie können jederzeit anrufen, eine E-Mail schreiben oder ein Rückrufformular ausfüllen. Jeder Patient bekommt dann einen Termin bei einem Arzt unserer Klinik, der in jedem Fall ein Wirbelsäulenspezialist (Orthopädie/Chirurgie) ist. Anhand von MRT-Bildern (mitgebrachte oder bei uns im Haus erstellte) und einer eingehenden Untersuchung, wird der Arzt mit Ihnen alle verschiedenen Möglichkeiten einer Therapie oder Operation durchsprechen. Sie können unsere Fachärzte auch nur zum Einholen einer (Zweit-)Meinung in Anspruch nehmen.

Wenn Sie sich entscheiden sollten, Ihre Therapie und/oder Operation bei uns in Berlin durchführen zu lassen, wollen wir Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten. In unserer Klinik stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Dabei erwartet Sie eine hochmoderne Ausstattung in allen Bereichen – vom Operationssaal bis zum Patientenzimmer.

Neueste, schonende, minimalinvasive Behandlungsverfahren sind der Schwerpunkt unserer Klinik. Gemeinsam versuchen wir, eine geeignete Behandlung Ihrer Beschwerden zu finden. Erst nach ausführlichem Patientengespräch, Untersuchung und Diagnostik erfolgt die eigentliche Therapie. Jeder Patient erhält dadurch eine individuell abgestimmte Behandlung.

Ebenso wichtig wie eine optimale medizinische Betreuung, ist für uns die individuelle menschliche Fürsorge. Während Ihres stationären Aufenthalts steht Ihnen daher unser Pflegepersonal rund um die Uhr zur Verfügung. Außerdem kommunizieren unsere Mitarbeiter in mehreren Sprachen wie Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Russisch, Polnisch, Türkisch, und Französisch. Wir kümmern uns um Ihre Sicherheit, respektieren Ihre Wünsche, Traditionen und Ihre Religion.

Unser Team setzt sich aus einem Pool hochqualifizierter Spezialisten zusammen. Sie arbeiten gemeinsam daran, dass Sie schnell wieder gesund werden.