Vernarbungen an der Wirbelsäule
Vernarbungen an der Wirbelsäule, auch bekannt als spinale Adhäsionen, sind fibröse Strukturen, die sich an der Wirbelsäule bilden. Vor allen nach chirurgischen Eingriffen, wie zum Beispiel Operation an Bandscheibenvorfall, können sich Adhäsionen an der Wirbelsäule bilden. Verwachsungen entstehen auch nach Verletzungen oder Entzündungen. Es entstehen Verwachsungen, die sich mit den umliegenden Neuralstrukturen verkleben und so entstehen Beschwerden.
Vernarbungen an der Wirbelsäule: Symptome
Zwar bringt nicht jede Vernarbung auch Beeinträchtigungen und Schmerzen mit sich, doch können Adhäsionen belastbare Symptome aufweisen. Auch erst Wochen oder Monate nach dem auslösenden Ereignis können diese Anzeichen auftreten:
- Brennender oder ziehender Schmerz
- Beschwerden in Armen, Beinen oder chronischer Schmerz im Rücken
- Bewegungseinschränkungen im Alltag
- Kribbeln, Taubheit oder Schwächegefühl in den Gliedmaßen
Die Symptome ähneln oft jenen, die vor der Operation bestanden – was die Diagnose zusätzlich erschwert.
Diagnose und Behandlung von spinalen Adhäsionen
Um eine Vernarbung an der Wirbelsäule oder Adhäsionen sicher zu diagnostizieren, sind Untersuchungen, wie beispielsweise ein MRT mit Kontrastmitteln, eine neurologische Untersuchung oder ein elektrophysiologisches Messverfahren, hilfreich.
Die durch Adhäsionen entstandenen Schmerzen lassen sich oft medikamentös behandeln. Physiotherapie ist hilfreich. Hilft die konservative Therapie nicht, dann muss man es abwägen, ob eine neurochirurgische Intervention notwendig wäre. Bei der s.g. Katheter-Therapie wird unter örtlichen ein Katheter über das Steißbein bis zum durch die Verwachsungen betroffenen Bereich eingeführt. Die Katheter-Einführung erfolgt unter Durchleuchtung oder endoskopisch. Mit dem Katheter wird versucht das Narbengewebe von den Neuralstrukturen aufzulösen. Ein Enzym (Hylase) soll Verwachsungen auflösen. Alternative wäre ein erneuter Mikrochirurgischer Eingriff möglich. Dabei werden die Verwachsungen abgetragen und somit die Neuralstrukturen befreit.
Sollt die Entfernung der Verwachsungen nicht möglich oder nicht sinnvoll dann könne die Rückenmarksstimulation helfen.
Symptome sollten von einem spezialisierten Facharzt untersucht werden, um eine langfristige Schädigung der Wirbelsäule zu vermeiden. In der Avicenna-Klinik bieten wir Ihnen eine ganzheitliche Betreuung, von der Diagnose über die Behandlung bis zur Nachsorge.